Wen kümmern die Alten? Auf dem Weg in die sorgende Gesellschaft

Wen kümmern die Alten? Auf dem Weg in die sorgende Gesellschaft

Der Sozialexperte Prof. Dr. Thomas Klie ist überzeugt: Die menschenwürdige Versorgung alter Menschen kann nur gelingen, wenn alle Generationen und Gruppen der Gesellschaft einen Teil der Lasten tragen.

Prof. Dr. Thomas Klie ist Professor für öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Evangelischen Hochschule Freiburg und Privatdozent für Gerontologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er ist u. a. Mitherausgeber der Zeitschrift für Gerontologie, Vorstandsmitglied der Aktion Demenz e.V. sowie Vorstandsmitglied des Instituts für Qualitätssicherung in der Pflege (IQP). Darüber hinaus gehört er dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Alzheimergesellschaft, dem Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes sowie dem Stiftungsrat Deutsche Hospiz und Palliative Care Stiftung an.

Klie ist Professor für Gerontologie und Recht und einer von Deutschlands führenden Sozialexperten. Sein viel diskutiertes Buch erschien zuerst 2014. Oktober 2019 wird nun eine erweiterte und aktualisierte Taschenbuchausgabe im populären Droemer-Verlag vorliegen, die dann in Freiburg ihre Buchpremiere im Glashaus-Rieselfeldhat.

Im Vorwort seines Buches „Wen kümmern die Alten ?“ schreibt Prof. Klie:

„Die Duldsamkeit vieler alter Menschen scheint un­begrenzt: derer, die Sorge für andere tragen, und derer, die der Sorge bedürfen . Sie alle verdienen unsere anteil­nehmende Aufmerksamkeit und Empörungsbereitschaft . Beides sind Voraussetzungen, um das Thema Pflege und Sorge, das kein Gewinnerthema ist, in die Mitte der Ge­sellschaft zu tragen und nicht Talkshows, Lobbyisten und Kostenträgern zu überlassen . Es gilt, eine Politik der Sorge und Pflege konsequent vom Menschen her zu den­ken und zu gestalten . Dann mag es gelingen, auch in der modernen Gesellschaft etwas von der Zuversicht im Diesseits zurückzugewinnen, dass wir die Kraft zum Menschsein bewahren können und für uns gesorgt sein wird, wenn wir es ohne Hilfe nicht mehr schaffen, unser Leben eigenständig zu gestalten .“

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